Starkoch Alexander Herrmann bei 3nach9
In der Radio Bremen-Talkshow 3nach9 berichtet der bekannte Zwei-Sterne-Gastronom, wie er im elterlichen Hotel sein erstes Geld als Kofferträger verdiente. Dabei setzte er auf geschickte Taktik und investierte den Erlös u.a. in zwei Dinge, mit denen er auch heute noch zu tun hat: Sterne und Messer. Zu sehen ist Alexander Herrmanns Auftritt am Freitag, den 17. Juli 2026 ab 22:00 Uhr in der aktuellen Folge von Deutschlands dienstältester Talkshow.
In der neuesten Ausgabe der Radio Bremen-Talkshow 3nach9 berichtet Spitzenkoch Alexander Herrmann, wie er als Kind sein Taschengeld erheblich aufbessern konnte. Herrmann wuchs im oberfränkischen Wirsberg unweit von Bayreuth im Hotel seiner Familie auf. Er übernahm das Haus Mitte der 90er und betreibt darin heute ein Zwei-Sterne-Restaurant.
"In der Richard-Wagner-Festspielzeit, wenn internationale Gäste immer für Bayreuth angereist sind, habe ich Koffer getragen", erinnert er sich im Gespräch mit 3nach9-Gastgeber Giovanni di Lorenzo. "Wenn du die schweren Koffer der Damen trägst", so Herrmann, sei es wichtig gewesen, beim Absetzen einmal leicht zu stöhnen. In der Folge hätten besagte Damen den sie jeweils begleitenden Mann mitleidig angeschaut, "dass er mir fünf Mark Trinkgeld gibt". Auf diese Weise habe er im Laufe eines Festspielmonats schließlich "zwischen 300 und 400 Mark" verdient.
"Das war natürlich Freiheit", führt der Starkoch aus. "Ich konnte mir Dinge kaufen, die pädagogisch nicht wertvoll waren: Ninja-Wurfsterne, Rambo-Überlebensmesser." Von diesem "Vermögen" habe sein "Staat", also die Familie, nichts gewusst. Er habe sich auf diese Weise Träume erfüllt.
Beim Aufwachsen in einer "gastronomischen Hotel-Kommune" habe er sich im Übrigen wohl aufgehoben gefühlt. Vor diesem Hintergrund war sein beruflicher Werdegang vorgezeichnet. Beispielsweise habe er schon früh den Hausmeister des elterlichen Hotels begleitet und seine ersten Gehversuche in der Küche gemacht. Diese Selbstverständlichkeiten sowie die Anerkennung eines großen Teams und dabei "vor allem seine eigenen Talente zu entdecken, das war so rund für mich, dass ich alle anderen Berufswünsche, die ich hatte, gar nicht ausführen konnte".
Heute zählt der mittlerweile 55-jährige Oberfranke, der überdies als Juror und Koch in diversen Formaten regelmäßig im TV zu sehen ist, zu den bekanntesten Köchen Deutschlands. Im Laufe seines Lebens wurde er allerdings auch mit einigen Schicksalsschlägen konfrontiert. So verlor er mit neun Jahren seine Eltern durch einen Unfall. Später mussten sein eigenes Kind und er selbst jeweils eine Krebserkrankung überstehen. Auf die Frage, wie er bei all dem seinen Weg weitergehen konnte, antwortet er im Studio an der Weser: "Es passieren einfach Dinge, du kannst das nicht ausschließen. Die Achterbahn des Lebens hört ja nicht auf." Außerdem gelte für ihn: "Der Schicksalsschlag ist nur ein Teil des Lebens." Er denke nicht: "Was, wenn?", sondern vielmehr "Selbst, wenn!"
Web-Video unter 3nach9 bei YouTube
Weitere Gäste von Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo sind:
Luis Bauer
Über den Tod spricht er so offen wie kaum ein anderer: Luis Bauer. Der gebürtige Fürther arbeitet seit seiner Jugend im Bestattungsunternehmen seines Vaters und zählt heute zu den jüngsten und bekanntesten Bestattern Deutschlands. Millionen Menschen verfolgen den 20-Jährigen auf TikTok, Instagram und YouTube, wo er Einblicke in seinen ungewöhnlichen Berufsalltag gibt und über Themen wie Sterben, Trauer und Abschied aufklärt. Berührungsängste mit dem Tod kennt Bauer nicht – schließlich wächst er praktisch zwischen Särgen und Trauergesprächen auf. Schon früh lernt er, dass Leben und Tod untrennbar zusammengehören. Heute möchte er dazu beitragen, dass in der Gesellschaft offener über das Sterben gesprochen wird. Warum gerade junge Menschen seine Videos millionenfach anschauen, weshalb soziale Medien für ihn wichtige Aufklärungsarbeit leisten und wie herausfordernd es sein kann, Personen zu bestatten, die man kannte, erzählt Luis Bauer bei 3nach9.
Sigrid Klausmann und Walter Sittler
Walter Sittler zählt zu den bekanntesten Schauspielern des Landes. Mit ihm verbinden Zuschauer und Zuschauerinnen nicht nur erfolgreiche Serien wie "Der Kommissar und das Meer", "girl friends" oder "Nikola". Seit über 40 Jahren ist er mit der Regisseurin Sigrid Klausmann verheiratet. Die beiden haben zusammen drei erwachsene Kinder, sind mittlerweile Großeltern und pflegen auch beruflich gemeinsame Interessen: Das Ehepaar gründete bereits vor 30 Jahren zusammen eine Produktionsfirma, in der sich Sigrid Klausmann, frühere Sport- und Modern-Dance-Lehrerin, als Dokumentarfilmerin verwirklicht. Neuestes Werk ist der Film "Girls Don’t Cry", der von den Sehnsüchten sechs junger Mädchen aus sechs Ländern erzählt. Bei 3nach9 sprechen die beiden über familiäre Wurzeln, Teamarbeit und über die Liebe.
Moritz Neumeier
Moritz Neumeier gehört zu den bekanntesten Stand-up-Comedians Deutschlands. Mit scharfem Witz und einem verlässlichen Gespür für gesellschaftliche Widersprüche springt er mühelos zwischen absurden Fantasien, persönlichen Geschichten und politischen Beobachtungen. Nicht nur auf der Bühne, auch in der ZDF "heute-show" schafft der Norddeutsche etwas, das nur wenigen Comedians gelingt: Er bringt Menschen zum Lachen und hält ihnen zugleich den Spiegel vor. Mit seiner schnellen, präzisen Sprache füllt er große Hallen, bei 3nach9 dürfen wir auch die erzählerische Seite des dreifachen Vaters kennenlernen. Schließlich handelt sein neues Kinderbuch von einer kleinen Mücke mit großen Träumen – und dem festen Glauben an sich selbst. Ab September ist Moritz Neumeier mit seinem neuen Bühnenprogramm auf Deutschlandtournee und nimmt darin eigene Privilegien und gut gemeinte Haltungen kritisch unter die Lupe. Über Humor, Familienalltag, moderne Männlichkeit und die Frage, wie man über ernste Themen lachen kann, spricht Moritz Neumeier bei 3nach9.
Iris Schmidbauer
Sie gehört zu den erfolgreichsten Klippenspringerinnen Deutschlands und liebt die Extreme: Iris Schmidbauer. Mit beeindruckender Präzision, enormer Körperkontrolle und außergewöhnlichem Mut springt die 31-Jährige aus bis zu 20 Metern Höhe ins Wasser und bewegt sich damit in einer der spektakulärsten Disziplinen des internationalen Sports. Ihr Weg zum Erfolg verläuft dabei alles andere als klassisch: Geboren im oberbayerischen Puchheim entdeckt sie schon früh ihre Leidenschaft fürs Wasserspringen, beginnt jedoch erst im Alter von 19 Jahren mit einem professionellen Trainer zu arbeiten. Innerhalb weniger Jahre arbeitet sie sich an die Weltspitze heran, erlangt internationale Bekanntheit und holte jüngst Gold beim Weltcup in Fort Lauderdale. Doch Iris Schmidbauer steht nicht nur für sportliche Höchstleistungen, sondern auch für mentale Stärke: Bereits wenige Monate nach der Geburt ihrer Tochter kehrt sie auf die internationale Bühne zurück. "Mein Alltag ist geprägt von viel Eigenverantwortung, Selbstorganisation und klaren Prioritäten – sowohl im Training als auch im Wettkampfgeschehen", so die Leistungssportlerin. Bei 3nach9 spricht Iris Schmidbauer über Druck, Risiko und die Herausforderung, den Spitzensport und den Alltag als alleinerziehende Mutter miteinander zu vereinbaren.
Leon Windscheid
Leon Windscheid schafft etwas, das nur wenigen Wissenschaftlern gelingt: Er macht Psychologie verständlich, unterhaltsam und alltagstauglich – ohne dabei an Tiefe zu verlieren. 1988 im Rheinland als Sohn eines Lehrerehepaars geboren, wird Leon Windscheid im Jahr 2015 zunächst als Gewinner der Quizshow "Wer wird Millionär?" bekannt. Seither feiert der promovierte Psychologe zahlreiche Erfolge: Mit Büchern wie "Besser fühlen" oder seinem Podcast "In extremen Köpfen" begeistert er ein Millionenpublikum für Themen wie mentale Gesundheit, Emotionen und menschliches Verhalten. Dabei verbindet der 37-Jährige wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Geschichten, Humor und einer großen Portion Nahbarkeit. Jetzt hat Windscheid sich einem der größten Themen der Menschheit gewidmet: der Liebe. Was im Körper und im Gehirn passiert, wenn sich ein Mensch verliebt, wie die Liebe bleibt und sich dennoch verändert – darüber spricht Leon Windscheid bei 3nach9.
Die vorab aufgezeichnete 3nach9-Ausgabe wird an diesem Freitag, den 17. Juli 2026 um 22:00 Uhr im NDR/Radio Bremen Fernsehen sowie in den Fernsehprogrammen von hr und WDR ausgestrahlt.
