Ausbildung Kauffrau Kaufmann Büromanagement

Eine Auszubildende gibt Einblicke in ihre Ausbildungszeit

Anastasia Malczewski
Anastasia Malczewski Bild: Radio Bremen | Inès Schumann

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Anastasia hat ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement in Kooperation mit dem NDR im Sommer 2023 begonnen. Nachfolgend gibt es ein paar Eindrücke aus ihrer Zeit als Auszubildende.

Was war dein bisher schönster Moment in der Ausbildung und warum?

Einer meiner bisher schönsten Momente in der Ausbildung war meine Mitarbeit bei der Tatort-Preview, als ich in der Abteilung Marketing und Kommunikation tätig war. Besonders spannend war, dass ich aktiv an der Organisation dieses Events beteiligt war. Bei einer Tatort-Preview wird eine neue Folge vorab einem ausgewählten Publikum gezeigt – darunter Schauspieler:innen, Regisseur:innen und interessierte Zuschauer:innen. Ich war mitverantwortlich für die Einladung der Gäste, die Standortplanung sowie die Umsetzung vor Ort. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir ein separates Gespräch mit Regisseur:innen für Studierende aus Bremen und Umgebung organisiert haben – hierfür habe ich vor Ort die passende Ecke in der Location ausgesucht und vorbereitet. Am Abend der Preview war ich selbst vor Ort und konnte sehen, wie alles reibungslos ablief. Es war ein tolles Gefühl, das Ergebnis der eigenen Arbeit live zu erleben und zu sehen, wie gut alles funktioniert hat. Das war ein sehr besonderer Moment, auf den ich wirklich stolz bin.

Was hat dich an deinem ersten Tag überrascht?

Was mich an meinem ersten Tag besonders überrascht hat, war die Wertschätzung, die einem direkt entgegengebracht wurde. Ich wurde nicht wie ein „typischer Azubi“ behandelt, sondern eher als gleichwertige Kollegin wahrgenommen. Es herrschte ein großes Verständnis dafür, dass man neu ist und vieles erst lernen muss. Niemand erwartet, dass man von Anfang an alles kann – stattdessen wird man unterstützt und geduldig eingearbeitet. Das hat mir den Einstieg sehr erleichtert.

Mit welchem Klischee über deine Ausbildung würdest du gerne aufräumen?

Ein weitverbreitetes Klischee ist, dass man in einer kaufmännischen Ausbildung nur Kaffee kocht oder ausschließlich im Büro sitzt. Das kann ich so gar nicht bestätigen. Von Anfang an wurde mir viel Vertrauen entgegengebracht, ich durfte eigenständig arbeiten und hatte das Gefühl, ein wertvoller Teil des Teams zu sein. Natürlich ist ein gewisser Büroanteil dabei z. B. in Abteilungen wie Einkauf oder Hausverwaltung – aber bei einem Medienhaus wie Radio Bremen bekommt man auch sehr viel vom redaktionellen Alltag mit. Man ist bei Events, Drehs oder Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Tür oder der IdeenExpo dabei. Je nach Abteilung ist man oft auch außerhalb des Büros im Einsatz. Die Ausbildung ist durch den Einsatz in unterschiedlichen Abteilungen sehr abwechslungsreich und bietet viel mehr als nur klassische Bürotätigkeiten.

Welche Herausforderungen gibt es während der Ausbildung?

Eine große Herausforderung kann es sein, wenn man z. B. in der Urlaubsvertretung plötzlich allein für Aufgaben zuständig ist, für die man erst kurz vorher eingearbeitet wurde. Anfangs fühlt sich das ungewohnt und vielleicht auch überfordernd an – aber genau in solchen Momenten merkt man, wie viel man schon gelernt hat. Man wächst an der Verantwortung und entwickelt ein gutes Gefühl dafür, selbstständig zu arbeiten. Auch wenn der erste Moment ein Schock sein kann: Am Ende ist es ein tolles Gefühl, wenn man sieht, dass man das alles alleine hinbekommen hat.

Warum hast du dich für eine Ausbildung entschieden?

Ich habe mich bewusst gegen ein Studium entschieden, weil ich mich dort nie so richtig gesehen habe. Ich wollte direkt praktisch arbeiten, Erfahrungen sammeln und das tun, was mich wirklich interessiert. In der Ausbildung kann ich mein Wissen direkt anwenden, bekomme vielseitige Einblicke und kann gleichzeitig meine persönlichen und beruflichen Fähigkeiten weiterentwickeln.

Welche Aufgaben hast du in den verschiedenen Ausbildungsstationen bisher bearbeitet?

Gerade zu Beginn kommt man oft in klassische Büroabteilungen wie z. B. die Hausverwaltung oder den Einkauf, um ein grundlegendes Verständnis für das Unternehmen zu entwickeln. Doch die Ausbildung bei einem Medienunternehmen wie Radio Bremen ist viel abwechslungsreicher: Man erhält auch Einblicke in die Redaktionen, zum Beispiel bei Bremen Vier, und erlebt dort live, wie Radio gemacht wird. Man sieht, wie Themen entstehen, lernt etwas über die Dienstplanung und erlebt den direkten Austausch mit den Hörer:innen etwa bei Gewinnspielen. Auch bei großen Veranstaltungen, Konzerten oder Drehs darf man oft dabei sein. In der Programmdirektion bekommt man sogar mit, wie wichtige Entscheidungen auf Führungsebene getroffen werden. Es ist also weit mehr als ein klassischer Bürojob, die Ausbildung ist sehr vielfältig und bietet spannende Einblicke hinter die Kulissen.

Welche Tipps würdest du zukünftigen Azubis mit auf dem Weg geben?

Mein wichtigster Tipp: Seid offen und kommunikativ! Habt keine Scheu, euch einzubringen z. B. eure Meinung in Besprechungen zu sagen oder Ideen vorzuschlagen. Auch wenn man am Anfang unsicher ist: Man wächst mit seinen Aufgaben und wird ernst genommen, wenn man engagiert mitarbeitet. Nutzt die Chance, so viel wie möglich mitzunehmen und auch mal über den Tellerrand zu schauen.